Wasserschaden

Der Handwerker A liefert einen Heizkessel in das Haus seines Kunden K. Dabei kauft er bei dem Hersteller B einen Steuercomputer, die für die Heizung des Kessels verwendet wird. A schließt den Steuercomputer fehlerhaft an die Heizung an. Es kommt daher zu einem Versagen des Steuercomputers: Während sich K im Winterurlaub befindet, deaktiviert der Steuercomputer die Heizung, woraufhin im Haus des K Temperaturen im -10°C herrschen. Dadurch gefriert das Wasser in den Wasserrohren im Haus des K, die Rohre wer den undicht. Nachdem es drei Tage später im Haus des K Temperaturen um +5°C herrschen, wird der Keller unter Wasser gesetzt, die Sanierungskosten für den Keller und die Wasserrohre betragen EUR 50.000.

Frage: Welche Ansprüche hat K gegen A und B?


Schlägerei

Der selbständige Handwerker A erleidet bei einer Schlägerei einen schmerzhaften Beckenbruch. Er verbringt daraufhin zwei Wochen im Krankenhaus, ist anschließend 8 Wochen in stationärer Rehabilitation.

Frage: Welcher Schaden liegt vor?


Der Industrieroboter

Ein Elektronikingenieur A ist für den Betrieb eines Industrieroboters bei der B-GmbH verantwortlich. Durch eine Fehlfunktion des Roboters wird ein Lagerarbeiter C tödlich verletzt, und der Roboter ist anschließend unbrauchbar. C’s Witwe D erfährt von dem Unfall und erleidet einen Nervenzusammenbruch, der in einer sechsmonatigen Angststörung resultiert.

Frage: Welche Schäden liegen vor?


Der Geisterfahrer

Auf der Autobahn haben A und B einen Auffahrunfall, bei dem A leicht verletzt wird. Drei Minuten nach dem Unfall fährt ein Geisterfahrer C an der Unfallstelle vorbei. Er bremst rechtzeitig und kann von der Autobahn abfahren.

Frage: Besteht eine Haftung des C für den Unfall?


Der Geisterfahrer II

A und B haben Auffahrunfall, bei dem A leicht verletzt wird. Der Unfall passierte, als die Kolonne auf der Autobahn relativ rasch zum Stistand kam. Die Autos bremsten, da C, ein Geisterfahrer, vor ihnen von der Autobahn abgefahren war.

Frage: Haftet C für den Unfall?


Parkverbot

A parkt im Parkverbot. Aufgrund der ungünstigen Parkposition seines Fahrzeugs können mehrere Feuerwehrfahrzeuge nicht zu einem nahegelegenen Brandort fahren. Das Abschleppen von As Fahrzeug führt zu einer Verzögerung des Feuerwehreinsatzes, sodass das am Brandort befindliche Haus des B vollständig abbrennt und abgerissen werden muss.

Frage: War As Verhalten rechtswidrig? Welche Ansprüche hat B gegen A?


Parkverbot II

A parkt im Parkverbot auf einem für behinderte Personen reservierten Parkplatz. Aus ungeklärter Ursache kommt ein auf dem Gehsteig fahrender Skateboard-Fahrer vom Gehsteig ab, fällt auf As Fahrzeug und verletzt sich so schwer, dass er mehrere Tage im Krankenhaus verbringt. Die Durch den Zusammenstoß wurde die Windschutzscheibe von As Fahrzeug zerstört, die Reparatur und Neuanschaffung der Windschutzscheibe verursachten Kosten in der Höhe von EUR 400.

Frage: War As und/oder Bs Verhalten rechtswidrig?


Billige Reparatur

Die A-GmbH gibt ihren Mitarbeitern die ’dringende Empfehlung’, bei Wartungsarbeiten bloß keine zusätzlichen Materialkosten zu verursachen. Bei der Reparatur einer Maschine baut daraufhin B, ein Monteur der A-GmbH, einen Bauteil ein, der seiner Spezifikation nach 10 Prozent unterdimensioniert ist. B denkt aber, dass der Kunde die Maschine ohnehin nur einmal im Monat in Betrieb nimmt und schon nichts passieren wird. Tatsächlich kommt es beim Betrieb der Maschine aber zu einem Brand, bei dem zwei Mitarbeiter sterben und ein Sachschaden von 10 Mio EUR entsteht. Außerdem kann die Kundin einen Vertrag nicht mehr erfüllen und verliert dadurch weitere 5 Mio EUR.

Frage: Wer haftet für den Schaden? Welcher Verschuldensgrad liegt vor?


Doppelt hält besser

Die beiden Unternehmer A und B stellen im Auftrag ihres Kunden C eine Maschine her. Aufgrund eines Fehlers an der Maschine kommt es im Betrieb des Kunden C zur Vernichtung von 10 Tonnen Schokolade, sodass auch C seinen Kunden D nicht beliefern kann. A, den Fehler an der Maschine durch eine Fehldimensionierung eines Bauteils verursacht hat, ist mittlerweile zahlungsunfähig.

Frage: Von wem kann C seinen Schaden ersetzt erhalten?


Mountain-Bike

Ein Mountainbike-Hersteller M verkauft ein Fahrrad, das für unbefestigtes Gelände bestimmt ist. Käufer K nutzt es auf einem Bergtrail, als sich aufgrund einer fehlerhaften Montage das Pedal löst. K stürzt, erleidet schwere Kopfverletzungen und das Fahrrad wird beschädigt. K trug keinen Helm, obwohl die Anleitung ausdrücklich dazu rät. Ein Helm hätte die Verletzungen vermieden oder deutlich gemildert.

Frage: Welche Ansprüche hat K gegen M?